„Ich brauche mehr Gäste, die mein Hotel direkt buchen, aber es klappt einfach nicht!“ Das hat einen Grund. 

Was verhilft Hotels zu mehr Umsatz? Direktbuchungen, die richtigen Gäste und am besten ein volles Haus. Aber trotz aller Marketingbemühungen gelingt es einfach nicht.

Und nein, jetzt kommt kein Vortrag zu Suchmaschinenoptimierung und wie Sie auf Platz 1 bei Google landen. Klar – Ihre Gäste müssen Sie finden werden, aber das eigentliche Problem ist ein anderes.

Viele Hotel-Websites hinterlassen einfach keinen bleibenden Eindruck und das kostet Hotels Gäste und Umsatz. Denn wenn sie in den Augen Ihrer Website-Besucher nicht herausstechen und ein paar Klicks weiter bereits wieder vergessen sind, dann sind das nicht die besten Voraussetzungen für mehr Direktbuchungen!

Hier die 3 typischen Fehler auf Hotel-Websites und meine Tipps,
wie Sie das ändern können, um mit
IHRER Hotel-Website einen umwerfenden Eindruck zu hinterlassen:

1. Hotels möchten mit ihrem Marketing soviel Menschen wie möglich ansprechen und viele verschiedene Zielgruppen anziehen.

Die Überlegung dahinter: „Je mehr Gäste uns sehen, desto größer unsere Chance alle Zimmer zu belegen.“

Das Problem dabei ist allerdings, dass Sie eine große Masse ansprechen und so als ein Hotel von vielen und austauschbar bei Ihren Gästen rüberkommen.

Richtet sich Ihr Marketing ganz gezielt an eine bestimmte Gruppe, sehen Sie viel bessere Resultate.

Ich weiß, es klingt paradox, aber in diesem Fall ist weniger wirklich mehr: Denn wenn Sie versuchen, alles für alle zu sein, fühlt sich am Ende niemand von Ihrer Botschaft angesprochen.

Dreht sich in Ihrem Hotel und Marketing hingegen alles um Ihre Lieblingsgäste – die Gäste, die Sie wirklich gerne in Ihrem Hotel zu Besuch haben und bei denen es Ihnen richtig Spaß macht, Gastgeber zu sein, dann entwickelt sich mit der Zeit erstaunliches.

Sie lernen Ihre Wunschgäste immer besser kennen und stellen fest, dass es viele Gemeinsamkeiten zwischen Ihnen gibt. Man versteht sich und weiß einander zu schätzen. Sie wissen ganz genau, was Ihre Gäste wollen und passen Ihr Hotelprodukt entsprechend an.

Ihre Zielgruppe ist begeistert von einem maßgeschneiderten Produkt, dass ganz auf Ihre Vorlieben abgestimmt ist. Ein schöner Nebeneffekt: Die Gäste, die nicht zu Ihnen passen bleiben mit der Zeit langsam weg.

Es gibt kaum Beschwerden und Sie werden enthusiastisch weiterempfohlen. Ihr Hotel steht mit Persönlichkeit heraus und Sie haben immer mehr Stammgäste, die Ihr Hotelprodukt zu schätzen wissen und direkt auf Ihrer Hotel-Website buchen.

Ihre Gäste suchen und vergleichen nicht mehr – müssen sie auch nicht – denn sie haben IHR Hotel gefunden.

Mit solchen Hotelgästen macht es wirklich Spaß. Verständnisvoll, wenn mal was schiefgeht, loyal und hilfsbereit und nicht zu vergessen – sie sind unbezahlbare Markenbotschafter, die immer wieder von ihrem tollen Hotelerlebnis erzählen…

Vor einigen Jahren erlebte ich als Hotelmanager eines kleinen Boutique-Hotels mit solchen Gästen einen Hurrikan. Unsere 30 Zimmer waren voll belegt, der Sturm tobte fast 16 Stunden lang und am folgenden Morgen sah es auf dem Hotelgelände entsprechend aus. Das Dach des Restaurants hatte einiges abgekriegt, die Küche war voller Wasser, der Garten verwüstet, der Pool voller Blätter und Äste, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch.

Wir begannen sofort mit den Aufräumarbeiten, zwei Tage später hatten wir das Gröbste geschafft und unsere Gäste konnten ihren Urlaub fortsetzen. Es gab keine Beschwerden, ganz im Gegenteil, einige Gäste bestanden darauf mitzuhelfen und hatten Spaß an diesem ungeplanten „Abenteuer“. Im Jahr darauf waren sie fast alle erneut zu Besuch. (und wir erhielten außerdem noch eine Auszeichnung für unseren tollen Service.)

Das passiert, wenn man die „richtigen“ Gäste im Hause hat. 🙂

2. “Das Wichtigste an Hotel-Websites sind die tollen Bildern, denn die sprechen für sich selbst”.

Stimmt, Bilder haben mehr Wirkung als Wörter, aber haben Sie schon mal ein Hotel für den Urlaub ausgesucht? Sich 10 Hotel-Websites hintereinander angeschaut, ein Foto schöner als das andere, sodass Sie zum Schluss nicht mehr wussten, was zu welchem Hotel gehörte und haben erstmal entnervt aufgegeben? Weil sie doch alle irgendwie gleich aussahen…..?

Oder wie finden Sie Hotelwebsites, deren Startseite lediglich aus einem eindrucksvollen Foto, einer Aufzählung der Zimmeranzahl und des Restaurants, und eines Buchungsknopfs besteht? Würde Sie das überzeugen, direkt zu buchen?

Das ist in etwa so, als wenn man sich zum ersten Mal trifft und der Gegenüber bereits nach einer halben Stunde fragt: „Zu Dir oder zu mir?“

Ein wenig Mühe sollte schon sein, finde ich. Vor allem, wenn die Beziehung ein wenig länger halten soll..

Ein guter Start, um seinen Gegenüber kennenzulernen ist von sich zu erzählen, und die kuriosen und farbenfrohen Stories, die Teil täglichen Hotellebens sind bieten reichlich Material.

Gute Geschichten bieten Ihnen einen Marketing-Vorteil, den Sie wirklich nutzen sollten.

Was sich im Laufe eines einzigen Tages innerhalb der Wände eines Hotels so abspielt, ist schon erstaunlich:

Der frische Lachs für das heutige VIP Mittagessen ist immer noch nicht eingetroffen, die Dame in Suite #501 hatte einen emotionalen Zusammenbruch, den sich niemand so recht erklären kann; einer Ihrer besten Stammgäste ist aufgrund einer Überbuchung ohne Zimmer, und die Klimaanlage in einem Ihrer Bankett-Räume hat aufgehört zu arbeiten.

Haben Sie schon einmal darauf geachtet was passiert, wenn man Ihnen eine gute Geschichte erzählt? Sie fühlen sich unwillkürlich angezogen. Ihre Fantasie und Ihre Sinne werden angeregt, und plötzlich sind Sie mittendrin.

Ist die Story richtig gut, denken Sie immer wieder mal dran und erzählen sie auch weiter.

Die meisten Hersteller müssen die „Stories“ zu ihren Produkten erst mühevoll kreieren – in einem Hotel hingegen entfalten sie sich ganz natürlich – Tag für Tag – eine Goldmine für Ihr Hotelmarketing!

Denn mit der menschlichen Aufmerksamkeitsspanne ist es heute schlecht bestellt. Vor allem online. Es wird alles kurz angeklickt und wieder weggeklickt.

Die einzige Ausnahme sind: Geschichten!

Wussten Sie, dass wir uns Geschichten 22(!) Mal besser merken können als Fakten?  

Warum das so ist? Menschen lieben Geschichten, denn sie berühren und bewegen uns, sind mit Emotionen verknüpft und wir können uns mit Ihnen identifizieren. Gute Geschichten hinterlassen einen Eindruck. Die Botschaft bleibt hängen.

Unser Hotel bietet Ihnen 30 Designer-Zimmer mit traumhafter Aussicht, sowie ein Gourmet-Restaurant mit vielen Auszeichnungen.“ So werben die meisten Hotels. Und gleichen einander wie ein Ei dem anderen.

Aber haben Sie sich schon mal überlegt, den Zimmern auf Ihrer Hotel-Website eine Stimme zu geben und sie für sich selbst sprechen zu lassen? Von seinen Eigenschaften und den Gästen, die es bereits beherbergt hat? Mit einer Stimme die Persönlichkeit hat, die mit Humor, Stolz und vielleicht sogar ein paar kleinen Macken mit dem Leser eine freundliche Unterhaltung führt?

Eine Idee mit der Sie auf der Stelle herausstehen. (Und vielleicht können Sie auf diese Weise sogar Zimmer an den Mann (oder die Frau) bringen, die sonst eigentlich schwierig zu verkaufen sind..)

3. Hotels stellen die Details Ihres Produkts in den Vordergrund. Gäste suchen aber einen überzeugenden GRUND, um zu buchen.

 

Wonach sucht Ihr Gast wirklich? Nach einem gemütlichen Bett und einer schönen Aussicht oder nach einem gelungenen Hotelerlebnis, dass ihm das tolle Entspannungswochenende, das erfolgreiche Meeting oder die gelungene Familienfeier bringt?

Wir glauben natürlich alle, dass wir – nach Prüfung aller Fakten – ganz rationell unsere Entscheidungen treffen. Doch die Forschung sagt etwas ganz anderes.
Prof. Gerald Zaltmann von der Harvard Universität hat herausgefunden, dass ganze 95 % unserer Entscheidungen im
Unterbewusstsein getroffen werden.

Sicher, bevor wir eine wichtige Kaufentscheidung treffen, informieren wir uns erstmal gründlich und vergleichen Produkte und Preise. Wir wägen ab, denken nach, stellen fest und trotz allem handeln wir nicht so logisch und pragmatisch wie wir es gerne von uns denken, ganz im Gegenteil…

Wie bringt es Prof. Zaltmann so schön auf den Punkt? „Verkauf das Brutzeln, nicht das Steak“ 

Wenn Sie sich mit Ihrer Hausdame für den neuen Turbo- Staubsauger entscheiden, dann weniger aufgrund seiner beeindruckenden Liste technischer Details, sondern weil Sie genau vor Augen haben, wie leicht er sich durchs Zimmer schieben lässt, wie effektiv er den Schmutz aufsaugt, wie leicht er zu handhaben ist und wieviel schneller das nächste Hotelzimmer vor Sauberkeit strahlt.

Genauso ist es mit Ihrem künftigen Gast. Wenn er sich an Ihr Hotel erinnern soll, dann müssen Sie ihn nicht nur anziehen, sondern auch etwas in ihm auslösen. Das Verlangen nach einem schönen Erlebnis, die Aussicht auf etwas, dass ihm guttut und das er genießen kann.

Nutzen Sie Ihr Hotelmarketing, um sich mit Ihren Gästen zu verbinden. Lassen Sie sie fühlen „Die sind toll. Die haben genau das, was ich suche“. Dann klappt es auch mit mehr Wunschgästen und Direktbuchungen.

Und wenn der Umsatz steigt, gestalten Sie Ihr Hotelerlebnis noch schöner, die Begeisterung Ihrer Gäste steigt, sie erzählen glücksstrahlend von Ihrem Hotel, mehr Leute werden aufmerksam und Ihr Marketing läuft auf einmal wie von selbst.

Ganz ohne Buchungsplattformen und Listen mit hunderten von Mitbewerbern….

Sie wissen, dass Sie ein tolles Hotelprodukt haben.

Aber trotzdem sind Sie nicht ausgebucht, denn viele Gäste übersehen Sie einfach!
Was Sie brauchen sind mehr Website-Traffic,
mehr Lieblingsgäste und mehr Direktbuchungen.

Mit Ihrem Hotel herauszustehen ist eigentlich gar nicht so schwer.
Mit ein paar Schritten können Sie bereits grosse Wirkung erzielen..